Glossar
BSH - Brettschichtholz
Brettschichtholz ist der optimale Werkstoff für anspruchsvolle und kreative Holzbauten. Bei der Herstellung kommt erstklassiges heimisches Holz zum Einsatz, das in modernster Technik mit Melaminharz-Harnstoffleimen verleimt wird. Brettschichtholzlamellen werden gehobelt, einer Qualitätskontrolle unterzogen, keilgezinkt und anschließend zu Stangen verleimt. Durch die maschinell sortierten Lamellen kann Qualität für höchste Beanspruchungen geschaffen werden.
CAD - Computer added Design
Übersetzt bedeutet CAD Computer unterstütztes konstruieren. Zeichnen und Konstruieren am Computer hat gegen die Bleistift- oder Tuschzeichnung den Vorteil, dass Änderungen schnell und einfach vorgenommen werden können. Desweiteren können Teile der Zeichnung in andere Pläne übernommen werden, Details brauchen nicht jedes Mal neu gezeichnet werden sondern werden einfach kopiert und in neue Pläne eingefügt. Die Zeichnungen können mit Hilfe geeigneter Programme problemlos als Grundlage zur Erzeugung von CNC-Daten für die Produktion genutzt werden.
CNC - Computerized Numerical Control
Computerized Numerical Control - Rechnergestützte Numerische Steuerung. Die computergestützte numerische Steuerung ist äußerst flexibel. Somit können bei einer Maschine die verschiedensten Arbeitsabläufe parallel realisiert werden.
Frühholz
Holzzellen, die im Frühjahr und Sommer gebildet werden, nennt man Frühholz. Sie sind größer, dünnwandiger und leichter als Spätholzzellen und haben eine hellere Färbung.
Furnier
Dünnes Holzblatt mit einer Dicke von ca 0,5mm bis 3,0 mm. Erzeugt wird Furnier durch Messern oder Abschälen von Baumstämmen. Es entstehen viele Blätter mit einheitlicher Maserung. Mit Furnieren werden Plattenwerkstoffe beschichtet, um der Plattenoberfläche ein edles Aussehen zu geben. Die Oberfläche kann genau wie Massivholz weiterbehandelt werden.
HDF - Hight Density Fibreboard (Hartfaserplatte)
Hochdichte Platte aus Nadelholzfasern. Bei den HDF Platten beträgt die Dichte über 800kg/m³.
Intrallam LSL - Laminated Strand Lumber
Intrallam (LSL) besteht aus miteinander verleimten Spanstreifen mit den Abmessungen von ca. 0,8 mm x 25 mm x 300 mm. Für die Verleimung wird ein MDI-Polyurethan-Klebstoff verwendet. Durch Verändern des Abstandes der Streumaschine zur Mattenoberfläche (51 mm oder 203 mm) können unterschiedliche Festigkeitsklassen hergestellt werden. Bei größerem Abstand orientiert sich beim Streuvorgang ein höherer Anteil der Spanstreifen in Plattenquerrichtung (Intrallam LSL 1,3 E), bei kleinerem Abstand werden die Spanstreifen eher parallel zueinander ausgerichtet (Intrallam LSL 1,5 E).
KLH - Kreuzlagenholz
Ausgangsmaterial für die Produktion von KLH Massivholzplatten ist die sogenannte Brettseitenware der heimischen Fichte. Für die Herstellung von KLH wird ausschließlich technisch getrocknetes Holz mit einer Holzfeuchte von 12% (+/- 2%) verwendet. Zerstörender Schädlings- und Pilzbefall ist somit ausgeschlossen. KLH wird aus kreuzweise übereinander gestapelten Fichtenbrettern hergestellt, die einer strengen visuellen Qualitätssortierung unterzogen werden. Je nach Einsatzbereich bzw. statischer Anforderung erfolgt der Aufbau in 3, 5, 7 oder mehr Schichten bis zu einer max. Stärke von 60 cm.
KVH - Konstruktionsvollholz
KVH ist gehobeltes, formstabiles, rissarmes und getrocknetes Holz. Festigkeitssortiertes Schnittholz wird getrocknet, verleimt und gehobelt und entspricht im kleineren Dimensionssortiment allen Anforderungen des modernen Holzbaus. Einer der wichtigsten Produktionsschritte ist die perfekte Zinkverleimung, welche den Kriterien der DIN 1052 für tragende Holzbauteile gerecht werden muss. Diese Qualitätskontrolle wird von unabhängigen Instituten durchgeführt. Bei der Bruchprobe muss sich der Bruch immer im massiven Holz, nie in der Zinkung vollziehen.
Kernholz
Wenn die inneren Schichten des Baumes den Nährstoff- und Wassertransport einstellen, füllen sich die darin befindlichen Holzzellen mit Einlagerungen wie Harze, Wachs, Gerb- und Farbstoffen an. Diese machen das Holz fester, schwerer und widerstandsfähiger als das Splintholz. Auch wird die Färbung des Holzes dunkler.
MDF - Medium Density Fibreboard
Die mitteldichte Faserplatte wird aus Nadel- und/oder Laubholzfasern hergestellt. Die Platten sind relativ leicht zu bearbeiten (Schleifen, Fräsen, Hobeln, Bohren usw.) und eignen sich hervorragend für Farb- und Lackauftrag. MDF-Platten haben in alle Richtungen ein homogenes (gleichmäßiges) Gefüge. Die Dichte beträgt 600 bis 900 kg/m3.
OSB - oriented strand board
Bei OSB handelt es sich um einen Holzwerkstoff der aus mehreren Schichten besteht, welche aus Holzspänen unter Verwendung eines Bindemittels hergestellt wurden. OSB oder "Oriented Strand Board" ist ein Hochleistungswerkstoff der sich u.a. aufgrund seiner hervorragenden Biegefestigkeit sowohl für den konstruktiven als auch dekorativen Bereich eignet. Die universelle OSB-Platte kommt beispielsweise als belastbares Trägermaterial im Innenausbau zum Einsatz. Für uns ist die OSB im Bereich der NEH-Produktion aufgrund ihrer aussteifenden Wirkung und ihrer Eigenschaft als Dampfbremse von großer Bedeutung.
Parallam PSL - Parallel Strand Lumber
Das Furnierstreifenholz (Parallam PSL) besteht aus ca. 16 mm breiten und ca. 3 mm dicken, parallel zur Balkenlängsachse ausgerichteten miteinander verleimten Schälfurnierstreifen aus Douglas Fir (DF) oder Southern Yellow Pine (SYP). Für die Verleimung wird ein Phenolharzleim verwendet. Parallam PSL darf für alle Ausführungen verwendet werden, bei denen die Verwendung von Brettschichtholz nach DIN 1052 - 1 in den bauaufsichtlich eingeführten technischen Bestimmungen DIN 1052 - 1 und 1052 - 3 erlaubt ist, soweit im Zulassungsbescheid nichts anderes bestimmt ist.
Splintholz
Die äußeren Jahrringe des Baumes werden Splintholz genannt. Sie dienen dem Saft- und Wassertransport. Bei manchen Baumarten reicht der Splintholzbereich bis zum Kern, bei anderen besteht er nur aus einem schmalen Ring rund um das Kernholz und ist auch wesentlich heller als dieses.
Spätholz
Die im Spätsommer und Herbst gebildeten Holzzellen nennt man Spätholz. Durch die geringere Nährstoffzufuhr sind diese Zellen enger und dickwandiger als die Frühholzzellen. Ihre Ringe sind in der Regel auch schmaler.
Thermoholz die Alternative zum Tropenholz
Holz, das durch thermische Verfahren gezielt in seinen Eigenschaften verändert wird. Dabei werden durch Temperaturen (170 - 230°C) ohne Zusatz von Hilfsstoffen die notwendigen Eigenschaften eingestellt. Durch die frei wählbare Behandlung in Intensität und Dauer ergeben sich je nach Holzart erheblich bessere Holzeigenschaften. Dadurch ist Thermoholz auch besonders für den Außen- und Nassbereich im Einsatz. Zusätzlich betont das TH-Verfahren die Schönheit des Holzes. Durch das abfallfreie Verfahren ist Thermoholz eine umweltfreundliche Alternative zu Tropenhölzern mit einer hervorragenden Ökobilanz.










